Dieser Artikel wurde im Original hier veröffentlicht.
Many Little Histories
Erlebnisse und Träume, Phantasie und Wirklichkeit, damals und morgen.
Mittwoch, 18. Mai 2011
Ungerechtigkeit des Schicksals
Zerlumpt und muffig riechend kramt er nach Münzen in seiner Hosentasche an der leeren Mittagskasse im Supermarkt. Das laute Klimpern lässt große Schätze vermuten, aber er zählt mit zittrigen Fingern nur Fünfer, Zehner und ab und zu einen Fünfziger ab. Ein ansehnlicher Haufen Kleingeld türmt sich schnell gleich neben dem Scanner und im Gegenzug dafür nimmt er die Flasche mit der klaren, transparenten Flüssigkeit in Empfang. Er lässt sie langsam in eine einfache und viel zu dünne Plastiktüte gleiten, die sonst nur Tomaten oder Äpfel beherbergt. Seine Lippen beben, die Nasenflügel flattern, die Wangen sind von zu vielen kleinen roten Äderchen durchsetzt und seine Augen fixieren das soeben Erstandene erwartungsvoll und abgestumpft. Er ist zu knauserig, sich eine solide Transportmöglichkeit für seinen hart erkämpften Einkauf zu gönnen. Vielleicht fehlen ihm aber auch genau diese drei Cent. Locker baumelt das Wässerchen in seiner Hand und zieht dabei kräftig an der filigranen Tüte. Er bewegt sich schwerfällig auf den Ausgang zu, passiert die Schiebetür und schlurft noch zwei Schritte auf dem Bürgersteig, bevor die Flasche mit einem unsichtbaren Ruck der Tüte entkommt und zu seinen Füßen in hundert kleine Scherbenreste zerschellt. Das farblose Elexier verliert sich ungeniert in den schmalen Furchen zwischen den Pflastersteinen. Trauriger, enttäuschter und wütender auf sich selbst habe ich selten jemanden drein blicken sehen. Vielleicht sollte er es als Zeichen deuten!?
Montag, 16. Mai 2011
Aller Anfang ist schwer
Seit Wochen, nein Monaten schon, spukte ihr diese Idee im Kopf herum. Sie erlebte so viel, dachte so viel über sich, ihre Mitmenschen und das Leben mit seinen ganz alltäglichen Facetten nach. Da wäre es doch geradezu sträflich, diese nicht festzuhalten. Anekdoten, Essays und Begegnungen. Nicht um sich in ein helles Licht zu rücken, nicht um sich zu etwas besonderem zu machen. Sondern einfach nur um des Schreibens willen. Und wenn sie einer fernen Seele mit diesen Geschichten Freude bereiten kann, dann um so besser.
Doch warum braucht sie neuen Raum, unbefleckte kreative Weite? Sie schreibt doch schon einen Blog, viel zu selten in letzter Zeit. "Und sie schreibt so schön, so lebhaft, plastisch. Die Mundwinkel wandern jedes Mal ganz von allein nach oben." Aber es sind eben private Erlebnisse, ein virtuelles Tagebuch, ein simpler Abklatsch der Realität, ein erweiterter Terminkalender, eine abgehakte ToDo-Liste.
Hier soll sich nun alles vermischen: Phantasie und Traum, Leben und Erleben. Niemnd soll sagen können, in welche Zeit die Geschichte gehört, ob das Geschriebene zu ihr gehört oder allein Teil ihrer verbliebenen Vorstellungskaraft ist. Es wird keine Namen geben, nur Perosnen, es wird kaum Städte geben, nur Orte. Dies hier kann jedem geschehen. Überall.
Und dabei ist sie gar kein Träumer, sondern gnadenloser Realist. Wenn sie nachts träumt, dann unbemerkt, denn am nächsten Morgen ist alles vergessen. Für die Zukunft hat sie auch keine Träume, höchstens Ziele, klar definierte. Auch sonst steht sie eher auf dem Boden der Tatschen, agiert fernab jeder Utopie. Sie schwärmt längst nicht mehr so viel wie früher, gibt sich mit den einfachsten Werten zufrieden: Gesundheit, Freiheit und Frieden. Vielleicht sogar die am schwersten sicherzustellenden Umstände, Grundvoraussetzung für alles andere, was man dann irgdndwie selbst in die Hand nehmen kann.
Und doch ertappt sie sich in unregelmäßigen Abständen beim Tagträumen, Druchdenken von Was-wäre-wenn-Szenarien. Und auch diese kleinen Reisen ins Unbekannte sollen ihren Weg hierhin finden, Fragmente zwischen Wunsch und Sein, Gedanken von ihr über uns.
Doch warum braucht sie neuen Raum, unbefleckte kreative Weite? Sie schreibt doch schon einen Blog, viel zu selten in letzter Zeit. "Und sie schreibt so schön, so lebhaft, plastisch. Die Mundwinkel wandern jedes Mal ganz von allein nach oben." Aber es sind eben private Erlebnisse, ein virtuelles Tagebuch, ein simpler Abklatsch der Realität, ein erweiterter Terminkalender, eine abgehakte ToDo-Liste.
Hier soll sich nun alles vermischen: Phantasie und Traum, Leben und Erleben. Niemnd soll sagen können, in welche Zeit die Geschichte gehört, ob das Geschriebene zu ihr gehört oder allein Teil ihrer verbliebenen Vorstellungskaraft ist. Es wird keine Namen geben, nur Perosnen, es wird kaum Städte geben, nur Orte. Dies hier kann jedem geschehen. Überall.
Und dabei ist sie gar kein Träumer, sondern gnadenloser Realist. Wenn sie nachts träumt, dann unbemerkt, denn am nächsten Morgen ist alles vergessen. Für die Zukunft hat sie auch keine Träume, höchstens Ziele, klar definierte. Auch sonst steht sie eher auf dem Boden der Tatschen, agiert fernab jeder Utopie. Sie schwärmt längst nicht mehr so viel wie früher, gibt sich mit den einfachsten Werten zufrieden: Gesundheit, Freiheit und Frieden. Vielleicht sogar die am schwersten sicherzustellenden Umstände, Grundvoraussetzung für alles andere, was man dann irgdndwie selbst in die Hand nehmen kann.
Und doch ertappt sie sich in unregelmäßigen Abständen beim Tagträumen, Druchdenken von Was-wäre-wenn-Szenarien. Und auch diese kleinen Reisen ins Unbekannte sollen ihren Weg hierhin finden, Fragmente zwischen Wunsch und Sein, Gedanken von ihr über uns.
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